Logo des Jesuitenordens

Am Gebäude der "Alten Universität" in Innsbruck, Ecke Universitätsstraße-Angerzellstraße, ist noch heute ein alter, in Stein gemeißelter Wappenschild zu sehen, rot-weiß-rot mit der Jahreszahl 1562. In diesem Jahr wurde an dieser Stelle das Jesuitenkolleg Innsbruck gegründet.

Zwei Mal wurde das Kolleg aufgelöst: 1773 wurde der Jesuitenorden aufgehoben (Wiederzulassung im Jahre 1814) und in Folge auch das Jesuitenkolleg. 1939 wurde das Jesuitenkolleg durch das nationalsozialistische Regime enteignet und als Polizeikaserne benützt. Nach 1945 konnte der Jesuitenorden seine Arbeit in Innsbruck wieder aufnehmen.

In Innsbruck wirkten wichtige Persönlichkeiten des Jesuitenordens: der heilige Petrus Canisus (1521-1597), der im Jahre 1562 das Jesuitenkolleg gründete und zahlreiche Schriften (z.B. Katechismus des Petrus Canisius) abfasste. Im 20. Jahrhundert sind im besonderen zwei große Jesuiten-Theologen zu nennen: Pater Karl Rahner, der vor allem in den Jahren 1948 bis 1964 an der Theologischen Fakultät unterrichtete, und Pater Josef Andreas Jungmann, ein Wegbereiter der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils. Beide sind in der Krypta der Jesuitenkirche beerdigt.


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